Warum wir Contao verlassen haben. Und was nach dem klassischen CMS kommt.
Eine Positionsbestimmung aus unserer Praxis: Was KI verändert, was unsere Projekte belegen und warum die Zukunft der Inhaltsverwaltung eine präzisere Antwort braucht als „CMS ist tot“.

Agentur Zentral setzt für neue Projekte nicht mehr auf Contao. Wir arbeiten mit einer eigenen Entwicklungsbasis und beziehen KI in den gesamten Arbeitsprozess ein: beim Durchdenken von Ideen, beim Erstellen von Inhalten, bei der Umsetzung von Funktionen und bei der Fehlersuche und Prüfung. Unser Ziel ist eine direktere Verbindung zwischen einer unternehmerischen Aufgabe und einer funktionierenden Lösung.
Für uns zählt, was ein Kunde erreichen möchte. Manchmal ist das eine verständliche Unternehmenswebseite. Manchmal eine Anwendung, eine eigene Produktwelt oder das Zusammenspiel mehrerer Dienste. Ein Content-Management-System kann dafür ein Baustein sein. Es sollte nicht automatisch die Grenzen des Projekts festlegen.
Sind CMS deshalb bald tot? Inhaltsverwaltung wird weiterhin gebraucht. Was wir infrage stellen, ist die Vorstellung, dass sich jedes digitale Projekt um ein klassisches CMS drehen muss. Dieser Artikel erklärt unsere Entscheidung, die Belege aus unserer Arbeit und die Verantwortung, die daraus entsteht.
Aktualisierte Einordnung vom 4. November 2026. Die Beispiele beschreiben den für diese Aktualisierung geprüften Projektstand.
Warum der Abschied von Contao eine strategische Entscheidung ist
Wir behaupten nicht, dass Contao individuelle Gestaltung verhindert oder anspruchsvolle Webseiten unmöglich macht. Die dokumentierte Rechteverwaltung erlaubt eine detaillierte Steuerung redaktioneller Zugriffe. Das Templatesystem ermöglicht eigene Darstellungen. Der Release-Plan unterscheidet Entwicklungsphasen, aktive Pflege und Sicherheitsunterstützung. Das sind relevante Stärken.
Unsere Prioritäten haben sich verschoben. Wir möchten sichtbares Erlebnis, Inhaltsstruktur und Anwendungslogik gemeinsam entwickeln. Wiederverwendbare Arbeit soll in eine Grundlage fließen, die wir unmittelbar weiterentwickeln können. Am Anfang soll die gewünschte Wirkung stehen. Die Frage, wie sie sich in einem bestimmten CMS abbilden lässt, soll nicht den gesamten Lösungsweg bestimmen.
Natürlich lassen sich auch rund um ein etabliertes System eigene Erweiterungen entwickeln. Wir haben uns für eine andere Verteilung unserer Arbeit entschieden: Wir investieren in eine gemeinsame Basis, die zu unserer Arbeitsweise passt. Das ist eine technische und unternehmerische Entscheidung. Daraus folgt nicht, dass derselbe Weg für jedes Unternehmen sinnvoll wäre.
Was unsere eigene Entwicklungsbasis tatsächlich ist
Unser intern entwickelter Webseiten-Builder übernimmt wiederkehrende Aufgaben wie Seiten, Medien, Navigation, Sprachfassungen und geschützten Redaktionszugang. Ergänzende Module können je nach Projekt beispielsweise ein Journal, Kontaktformulare oder Newsletter unterstützen. Die konkrete Gestaltung und fachliche Funktionen entstehen passend zur jeweiligen Aufgabe.
Die gemeinsame Grundlage schreibt nicht jedem Kunden dieselbe Optik vor. Gleichzeitig müssen wir nicht für jedes Projekt eine grundlegende Seitenverwaltung neu erfinden. Wiederverwendung findet unterhalb des sichtbaren Auftritts statt. Das Ergebnis soll einen eigenen Charakter haben.
Wir verkaufen diesen Builder nicht als Baukasten-Abonnement zur Selbstmontage. Er ist unser Werkzeug für Konzeption, Gestaltung, Entwicklung und Weiterentwicklung. Kunden erhalten eine passende Möglichkeit zur Inhaltspflege, ohne selbst programmieren zu müssen.
Technisch erfüllt auch diese Grundlage CMS-Aufgaben. Sie verwaltet Inhalte, Sprachen und Veröffentlichungen. Die Bezeichnung Builder hebt diese Aufgaben nicht auf. Unser Abschied von Contao ist deshalb ein Wechsel der Plattform und des Ausgangspunkts unserer Arbeit. Es ist kein Abschied von geordneter Inhaltsverwaltung.
Welche klaren Vorteile wir damit verfolgen
Eine gemeinsame Grundlage für individuelle Ergebnisse
Navigation, Bildverarbeitung oder redaktionelle Grundfunktionen müssen nicht bei jedem Auftrag neu entstehen. Wir können diese Fähigkeiten wiederverwenden und trotzdem eine eigene Seitenstruktur, Bildsprache und Bedienung entwickeln. Im Projekt bleibt dadurch mehr Aufmerksamkeit für das Angebot, die Zielgruppe und den tatsächlichen Weg der Besucher.
Die interessante Frage lautet nicht, wie viele Vorlagen ein System mitbringt. Sie lautet, ob sich der Auftritt sinnvoll aus dem Unternehmen heraus entwickeln lässt. Für eine Praxis kann das eine ruhige, verständliche Orientierung sein. Für eine eigene App eine ausgeprägte Markenwelt mit interaktiven Einblicken.
Ein direkterer Weg vom Feedback zum prüfbaren Ergebnis
Eine Rückmeldung kann sehr konkret sein: Die Animation ruckelt. Die mobile Ansicht ist zu gedrängt. Das Bild verfehlt das Thema. Im Referenzfilter erscheint die falsche Ansicht. KI kann helfen, den betreffenden Teil der Umsetzung im Projektzusammenhang zu untersuchen und eine Änderung vorzubereiten. Anschließend betrachten wir das Ergebnis und verbessern es weiter.
So reduzieren wir Übergaben innerhalb unserer gewählten Arbeitsweise. Daraus lässt sich keine feste prozentuale Zeitersparnis ableiten. Schwierige Gestaltungsentscheidungen, unklare Anforderungen und technische Fehler benötigen weiterhin Arbeit. Der Vorteil liegt in der engeren Verbindung von Gespräch, Umsetzung und Kontrolle.
Webseiten und Anwendungen gemeinsam denken
Eine Webseite erklärt ein Produkt. Eine Anwendung erfüllt dessen eigentliche Aufgabe. Gemeinsame Begriffe, Gestaltungsentscheidungen und Schnittstellen können diese Erlebnisse verbinden. Wir müssen nicht die Webseite zum alleinigen Mittelpunkt machen und jede weitere Funktion als Anhängsel behandeln.
Das bedeutet nicht, dass eine Windows-Anwendung, eine Android-App und eine PHP-Webseite derselbe Quellcode sind. Sie haben unterschiedliche Anforderungen und Veröffentlichungswege. Der Vorteil liegt darin, sie auf denselben Zweck auszurichten.
Umsetzung und Weiterentwicklung direkt beeinflussen
Wir können entscheiden, welche Funktionen zugänglich sind, welche Dateien eine Seite lädt und wie eine konkrete Interaktion arbeitet. Wenn ein wiederkehrendes Problem sichtbar wird, können wir die gemeinsame Grundlage verbessern und prüfen, für welche Projekte die Korrektur sinnvoll ist. Nicht jede Gestaltungsentscheidung muss auf die Umsetzung durch einen fremden Theme-Anbieter warten.
Abhängigkeiten verschwinden damit nicht. Programmiersprachen, Bibliotheken, Hosting und Entwicklungswerkzeuge bleiben wichtig. Mehr eigene Umsetzung verlagert Verantwortung zu uns. Genau diese Verantwortung gehört zur Entscheidung dazu.
Ein erreichbarer Einstieg auch für kleinere Vorhaben
Die wiederverwendbare Basis trägt dazu bei, dass wir individuelle Webseiten ab 499,00 Euro netto anbieten können. Das ist ein Einstiegspreis für einen vereinbarten Umfang. Es ist kein Versprechen, dass jede Webseite, Migration oder Anwendung diesen Betrag kostet. Inhalte, Sprachen, Funktionen und laufende Leistungen werden im Angebot konkret festgelegt.
Für Kunden zählt ein professioneller Anfang mit einer sinnvollen Perspektive zur Weiterentwicklung. Dafür müssen nicht sämtliche denkbaren Funktionen bereits im ersten Auftrag enthalten sein.
Was unsere Projekte wirklich belegen
Unsere Arbeiten machen den Ansatz überprüfbar. Sie sind aussagekräftiger als die Behauptung, eine KI könne einen hübschen ersten Bildschirm erzeugen. Vier Beispiele zeigen unterschiedliche Aufgaben.
Der neue Webauftritt von Agentur Zentral: Eine Identität über viele Seiten hinweg
Der neue Webauftritt von Agentur Zentral verbindet Deutsch und Englisch, helle und dunkle Darstellung, filterbare Arbeiten, individuell gestaltete Leistungsseiten und ein Journal. Die Einstiege der einzelnen Bereiche sollen zusammengehören und trotzdem unterschiedliche Themen vermitteln. Dafür mussten Inhalt, Hierarchie, Bildkomposition, Bewegung und mobile Darstellung wiederholt aufeinander abgestimmt werden.
Gerade die Korrekturen sind Teil des Belegs. Bilder wurden verworfen, wenn sie ein Thema nicht trafen. Animationen wurden überarbeitet, wenn sie das Scrollen beeinträchtigten. Kleine Bedienelemente und die Navigation erhielten Aufmerksamkeit, wenn Position oder Größe nicht stimmten. Das zeigt eine fortlaufende Entwicklung. Es zeigt nicht, dass der erste KI-Vorschlag bereits veröffentlichungsreif war.
SPIELRABE: Eine eigenständige Produktwelt
SPIELRABE nutzt seinen Raben, schwebende Spielinseln und eine wiedererkennbare Bildwelt, um eine Android-Anwendung für Spielstände vorzustellen. Daran wird sichtbar, dass eine gemeinsame technische Arbeitsweise keine austauschbaren Webseiten erzwingen muss. Die Markenwelt hilft dabei, das Produkt zu verstehen und sich daran zu erinnern.
Couchkartell: Webseite, Windows und Android
Couchkartell verbindet eine charakteristische Webseite mit einer Windows-Anwendung und einer Android-App für die eigene Film- und Seriensammlung. Auf der Webseite lässt sich eine Beispielbibliothek interaktiv erkunden. Die Oberflächen haben unterschiedliche Aufgaben und gehören dennoch erkennbar zur selben Produktwelt.
Das belegt Arbeit über mehrere Plattformen hinweg. Es belegt keinen bestimmten Umsatzzuwachs und keine universelle Kompatibilität mit jedem Gerät. Solche Aussagen würden eigene Nachweise benötigen.
AlarmRoutine: Eine konkrete Verbindung zwischen Diensten
AlarmRoutine verbindet ein Ereignis aus DIVERA 24/7 mit konfigurierten Abläufen und unterstützten Smart-Home-Zielen. Ein praktischer Anwendungsfall ist Licht oder ein Gong zu Hause. Die Unterscheidung ist wichtig: Das ist eine Automatisierungsebene und kein Ersatz für die einsatzbezogene Alarmierung.
Die zentrale Frage lautet hier, was ein Ereignis auslösen soll. Inhaltsverwaltung hilft, diesen Dienst verständlich zu erklären. Sie beschreibt aber nicht die eigentliche Funktion des Dienstes.
Zusammen zeigen diese Projekte umgesetzte Vielfalt. Sie sind kein kontrollierter Vergleich, aus dem sich ableiten ließe, dass jedes entsprechende Projekt mit Contao langsamer, teurer oder schlechter geworden wäre.
Was die Zusammenarbeit mit KI tatsächlich verändert
In unserer Arbeit ist KI mehr als ein Werkzeug für den ersten Textentwurf. Sie kann Projektdateien einbeziehen, Änderungen am Code vorbereiten, Bildideen ausarbeiten und bei technischen Prüfungen helfen. Entscheidend ist die Verbindung zwischen dem Auftrag und seiner tatsächlichen Umsetzung.
Der Ablauf lässt sich klar beschreiben:
- Die Aufgabe und das gewünschte Ergebnis konkret festlegen.
- Den vorhandenen Projektstand und seine Grenzen prüfen.
- Einen bestimmten Teil der Lösung erstellen oder verändern.
- Funktion, Inhalt und Darstellung kontrollieren.
- Rückmeldungen nutzen, um unzureichende Ergebnisse zu korrigieren.
- Eine freigegebene Änderung mit wiederherstellbarem vorherigem Stand veröffentlichen.
Richtung und Verantwortung bleiben beim Menschen. Ein Werkzeug kann eine überzeugende Erklärung liefern und trotzdem falschliegen. Eine bestandene Codeprüfung beweist noch keine gute Gestaltung. Ein schönes Bildschirmfoto beweist noch keinen funktionierenden Formularversand. Unterschiedliche Fragen verlangen unterschiedliche Prüfungen.
Wir bringen mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Entwicklung digitaler Lösungen mit. Wir beurteilen Ergebnisse im Zusammenhang des gesamten Projekts: Erfüllen sie die Anforderungen, funktionieren sie zuverlässig und lassen sie sich sinnvoll weiterentwickeln? KI erweitert unsere Möglichkeiten. Die fachliche Bewertung und die Verantwortung für das Ergebnis bleiben bei uns.
Wo die Vorteile ihre Grenzen haben
Eine ehrliche pauschale Prozentzahl für die Zeit- oder Kostenersparnis gibt es hier nicht. Wir veröffentlichen keinen kontrollierten Vergleich identischer Aufgaben, Teams und Qualitätsanforderungen. Auch ist eine Eigenentwicklung nicht allein deshalb schneller, sicherer oder barrierefreier, weil sie selbst entwickelt wurde.
Eine eigene Basis bringt Pflichten mit: Abhängigkeiten pflegen, Zugriffsregeln prüfen, Änderungen testen, Sicherungen erhalten und Wiederherstellung ermöglichen. Eine andere Agentur muss sich in eine individuelle Umsetzung einarbeiten. Das kann ebenso für ein stark angepasstes Contao- oder WordPress-Projekt gelten. Dokumentation, verständlicher Code und eine vereinbarte Übergabe erleichtern die Weiterführung.
KI-Dienste schaffen eigene Abhängigkeiten. Verfügbarkeit, Preise und Fähigkeiten können sich ändern. Sensible Projektinformationen benötigen einen angemessenen Umgang. Generierter Code, Bilder und Tatsachenbehauptungen müssen geprüft werden. Ein natürliches Gespräch mit einem Werkzeug löst diese Fragen nicht automatisch.
Kunden sollten deshalb Ergebnis und Betriebsmodell bewerten: Wer pflegt die Lösung? Was ist enthalten? Was passiert bei einem Fehler? Wie wäre ein späterer Wechsel des Dienstleisters geregelt? Rechte und Zugänge müssen vereinbart werden. Ein Schlagwort wie Eigenentwicklung ersetzt diese Vereinbarungen nicht.
Was passiert, wenn ein Kunde die Agentur wechselt?
Ein bekanntes CMS garantiert keine Weiterführung
Wir haben in unserer Arbeit erlebt, dass Kunden zu einem neuen Dienstleister wechseln, der ausschließlich mit WordPress arbeitet. Statt die vorhandene Umsetzung weiterzuführen, baut er die Webseite in seinem bevorzugten System nach. Der Name des bisherigen CMS verhindert diese Entscheidung nicht. Auch die Kenntnisse und die Arbeitsweise des nächsten Dienstleisters sind entscheidend.
Den bestehenden Code weiterzupflegen und den vorhandenen Auftritt auf einer anderen Grundlage nachzubauen, sind zwei unterschiedliche Wege. Welcher sinnvoller ist, hängt vom Zustand des Projekts, den benötigten Funktionen und der übernehmenden Agentur ab.
Der Auftritt kann auf eine andere technische Grundlage wechseln
Wir nutzen diesen zweiten Weg selbst. Wenn Kunden mit einer Contao-, WordPress- oder anderen Webseite zu uns kommen, können wir sie in unserem eigenen Webseiten-Builder neu umsetzen und die sichtbare Gestaltung samt Inhalten weitgehend originalgetreu übernehmen. Nach unserer Erfahrung lässt sich das mit KI-gestützter Umsetzung sehr zügig realisieren. Das bedeutet nicht, dass jede Erweiterung und jeder interne Ablauf automatisch übertragen wird. Formulare, Schnittstellen, redaktionelle Abläufe und bestehende URLs werden geprüft und gezielt übernommen oder ersetzt.
Andere Agenturen mit den entsprechenden Kenntnissen können einen vergleichbaren Weg gehen. Sie müssen unseren Builder nicht übernehmen, um den Auftritt eines Kunden auf ihrer eigenen Grundlage nachzubauen und weiterzuentwickeln. Dafür müssen die erforderlichen Rechte, Inhalte, Medien und Zugänge verfügbar sein. Für Kunden zählt deshalb eine klare Übergaberegelung mehr als das Versprechen, jeder künftige Dienstleister werde dieselbe Technik verwenden.
Nach vier bis sechs Jahren neu bewerten
Aus unserer Projekterfahrung lohnt sich bei einer vier bis sechs Jahre alten Webseite häufig eine grundlegende Bestandsaufnahme. Das Unternehmen, sein Angebot, gestalterische Erwartungen und technische Anforderungen können sich inzwischen deutlich verändert haben. Ein neuer Entwurf kann dann sinnvoller sein, als jede frühere Entscheidung weiterzuführen.
Das Alter allein macht eine Webseite nicht unbrauchbar. Ein gepflegter Auftritt, der seine Zielgruppe weiterhin gut erreicht, kann länger sinnvoll bleiben. Entscheidend ist der Vergleich: Was bringen und kosten die Weiterentwicklung und eine neue Umsetzung? Ein Agenturwechsel kann ein guter Anlass sein, diese Frage neu zu stellen.
Für uns folgt daraus: Ein Dienstleisterwechsel sollte anhand der tatsächlichen Webseite und der nächsten Ziele des Kunden geplant werden. Direkte Weiterpflege, Migration und Neugestaltung sind mögliche Wege. Keiner davon wird allein durch das CMS vorgegeben.
Ist das klassische CMS bald tot?
Unsere Prognose lautet: Die klassische CMS-Oberfläche wird in vielen Arbeitsabläufen weniger zentral. Die Aufgaben der Inhaltsverwaltung bleiben. Ein seriöses Ablaufdatum für eine ganze Softwarekategorie lässt sich nicht nennen.
Strukturierte Inhalte, Rechte, Versionen, Sprachbeziehungen und Veröffentlichungsregeln sind gerade dann wertvoll, wenn mehr Werkzeuge Änderungen durchführen können. Es muss nachvollziehbar bleiben, welche Information maßgeblich ist, wer sie verändern darf und welcher Stand veröffentlicht wurde.
Auch etablierte CMS-Ökosysteme integrieren KI. Das AI-Projekt von Drupal stellt beispielsweise eine Grundlage für Modellanbindungen und automatisierte Inhaltsabläufe bereit. KI und CMS sind also keine unvereinbaren Alternativen. Auch bei der Entwicklung für Contao lässt sich KI einsetzen.
Unter Druck gerät aus unserer Sicht vor allem eine Arbeitsweise, deren Nutzen darin besteht, einfache Absichten immer wieder in viele manuelle Verwaltungsschritte zu übersetzen. Wir erwarten, dass sich mehr dieser Arbeit über natürlichsprachliche Aufträge, Schnittstellen und passende Spezialwerkzeuge vorbereiten lässt. Darunter kann ein klassisches CMS, ein reiner Inhaltsdienst mit Schnittstellen oder eine eigene Entwicklungsbasis liegen.
Der Schwerpunkt verschiebt sich von der Bedienung vieler Masken zu verlässlichen Ergebnissen. Das ist unsere strategische Einschätzung. Es ist keine gemessene Vorhersage über Marktanteile.
Was Vorreitersein für Agentur Zentral bedeuten muss
KI zu verwenden begründet noch keine Vorreiterrolle. Ein eigenes Werkzeug allein ebenfalls nicht. Wir behaupten weder, die erste Agentur mit dieser Arbeitsweise zu sein, noch die KI-gestützte Entwicklung erfunden zu haben.
Unser Anspruch muss praktisch sein: Wir setzen den Ansatz in einer eigenen Grundlage und in konkreten Projekten ein. Wir machen die Ergebnisse sichtbar und verbessern sie, wenn sie nicht überzeugen. Marke, Inhalte, Webseiten, Anwendungen und Automatisierung werden in einem gemeinsamen Projektverständnis bearbeitet.
Vorauszugehen bedeutet für uns, auch die Arbeit hinter einer neuen Möglichkeit zu übernehmen. Dazu gehört, eine eindrucksvolle Animation zu korrigieren, wenn sie schlecht läuft. Dazu gehört ebenso, ein attraktives Bild auszutauschen, wenn es das Falsche vermittelt. Eine Neuerung wird erst wertvoll, wenn sie diese Entscheidungen übersteht.
Für Kunden ist daran relevant, dass eine konkrete Aufgabe zu einer individuellen Lösung werden kann und eine Agentur dafür verantwortlich bleibt. Der Beleg liegt in der Arbeit. Ein selbst verliehener Spitzenplatz hilft dabei nicht.
Was die Zukunft bringen kann
Wir sehen drei sinnvolle Entwicklungsrichtungen. Erstens kann Inhaltspflege näher an die tatsächlich sichtbare Seite rücken. Zweitens können Assistenten umfangreichere Änderungen vorbereiten, während Vorschauen, Berechtigungen und Versionsstände die Kontrolle ermöglichen. Drittens können Webseiten enger mit den Anwendungen und Diensten zusammenarbeiten, die im Unternehmen bereits gebraucht werden.
Das sind Entwicklungsrichtungen und kein Versprechen, dass jede Fähigkeit bereits in jedem Projekt enthalten ist. Das Ziel lautet nicht grenzenlose Automatisierung. Es lautet weniger wiederkehrende Handarbeit bei klarer Verantwortung für wichtige Entscheidungen.
Wenn sich Umsetzung leichter anstoßen lässt, gewinnen gute Anforderungen, erkennbare Gestaltung, verlässlicher Betrieb und kritische Prüfung an Bedeutung. Mehr erzeugter Inhalt ist nur dann ein Fortschritt, wenn Menschen ihn verstehen, nutzen und ihm vertrauen können.
Was das für eine bestehende Webseite bedeutet
Unsere Entscheidung ist keine Aufforderung, eine funktionierende Contao-Installation sofort zu ersetzen. Ein Team mit einem eingespielten Redaktionsprozess und geeigneter Betreuung kann gute Gründe haben, sein System weiterzuverwenden. Unsere früheren Referenzprojekte bleiben Teil unserer Erfahrung.
Eine Migration sollte einen konkreten Anlass haben: ein verändertes Angebot, neue Arbeitsabläufe, ein Wartungsproblem oder eine notwendige Neugestaltung. Dann gehören Inhalte, Adressen, Weiterleitungen, Sprachfassungen, Formulare, Rechte und laufender Betrieb in die Bewertung. Neue Technik allein ist noch kein wirtschaftlicher Grund.
Wir haben unsere Richtung gewählt: eine eigene Entwicklungsbasis, individuelle digitale Erlebnisse und eine enge Verbindung zwischen menschlichem Urteil und KI-gestützter Umsetzung. Die Zukunft, an der wir arbeiten, verwaltet weiterhin Inhalte. Sie beginnt nur mit einer größeren Frage: Was soll Ihre digitale Lösung möglich machen?


